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18
Mrz
2005

E-Mail für dich


In letzter Zeit lese ich immer öfter von einer ganz bestimmten Idee um den E-Mail-Spam zu bekämpfen: E-Mail-Briefmarken.
Die Idee ist simpel: Der normale Internetnutzer verschickt pro Tag im Durchschnitt ca. 10 E-Mails. Ein Spammer verschickt pro Tag 30, 40-50.000 E-Mails pro Tag. Das 365 Tage im Jahr.
Würde das versenden von E-Mails nun kostenpflichtig werden, würde man Spammer so das Geschäft verderben. Denn es würde schlicht und ergreifend zu teuer werden. Den normalen Internetnutzer würde es kaum betreffen. Denn von seinem Internetanbieter könnte er Freikontingente zugeteilt bekommen. Und selbst wenn man pro E-Mail 1 €-Cent bezahlen würde, es wäre immernoch sehr günstig. Wer mehr E-Mails pro Tag verschickt (Bsp.: Firmen oder Online-Journalisten, Freiberufler usw.), der könnte die Kosten als Werbungskosten von den Steuern absetzen.

Auf den ersten Blick hört sich die Idee wirklich gut an. Manche Stellen meinen sogar das man mit dieser Maßnahme das Spamaufkommen auf Null drücken könnte. Ich denke nicht das dann gar kein Spam mehr in meinen Postfächern landet. Denn immehin bekomme ich auch in meinem Papierbriefkasten noch unaufgefordert Werbung zugesendet. Die kostet etwas mehr als 1 €-Cent pro Brief.
Ich denke es könnte da bessere und kostenlose Ansätze geben. Einer wäre z.B. die Anzahl der verschickten E-Mails pro Stunde und Mail-Server zu begrenzen. Das könnte relativ einfach durch aktualisierung der Software auf den Mail-Servern geschehen.
Man könnte z.B. es so einstellen, dass pro IP-Adresse und Mail-Server nur noch 10 E-Mails pro Stunde verschickt werden können. Ein Spammer könnte dann pro Tag nur noch 240 E-Mails pro IP-Adresse und Mail-Server verschicken. Damit würde sich der Aufwand um 2.400 Spam-Mails zu verschicken schon verzehnfachen. Um die zur Zeit üblichen 24.000 Spam-Mails zu verschicken, müsste der Spammer dann den Aufwand schon erheblich erhöhen. Wahrscheinlich so weit, das es sich nicht mehr lohnen würde.

Doch halt! Bei all den Konzepten zur Verhinderung von Spam geht man davon aus, dass sich Spammer an die Regeln halten und ihren Spam von einem Land aus verschicken, welches sich dann auch an die Regeln hält. Schaut man sich mal an wo der Spam zur Zeit her kommt, dann kann man sich an fünf Fingern abzählen das Spammer ganz schnell dahin abwandern würden, wo die Regeln nicht so streng ausgelegt werden. So wie es jetzt schon ist. Es gibt zwar schon Gesetze in Deutschland die das Spammen unter Strafe stellen. Nur nutzen sie recht wenig wenn der Spammer aus Costa Rica kommt.
Fazit ist mal wieder: Es wird viel geplant und große Schritte werden vorbereitet. Nur wird dabei vergessen das sich nicht immer alle Länder an die Regeln halten. Erst wenn man es schafft das Spammen weltweit unter Strafe zu stellen und die Strafen dann auch durchzusetzen, dann wird man ein brauchbares Instrument in den Händen halten. Oder kurz gesagt, man muss nur die gegebenen Möglichkeiten mal ausschöpfen. Wahrscheinlich kommt man dann schneller und einfacher ans Ziel.

 

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